Fips und Listeria in Neuseeland

Geschichte einer Hochzeitsreise
 

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It's a long way ... (06.12.)

... to Waitomo. Heute war sicher die Monsteretappe mit dem Auto dran die uns von Wellington nach Waitomo führt.

Ein Teil der Strecke war uns ja von der Fahrt nach Wellington bekannt. In Höhe von Palmerston North ging es aber diesmal westlich vorbei am Mt. Ruapehu, der sich heute im strahlenden Sonnenlicht präsentiert.



Am Whanganui Nationalpark entlang war es relativ gut zu fahren mit relativ breiten, geraden und ebenen Straßen. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit jenseits der 70 km/h ist aber trotzdem nicht zu machen.

Da wir zeitig in der Früh losgefahren sind, konnten wir schon um 14:30 unser neues Quartier beziehen, das - nach erstem Probeliegen - endlich mal wieder eine vernünftige Matratze hat.

Auf Empfehlung unseres Hoteliers sind wir dann ca. 40 km gefahren um und einen echt sehenswerten Wasserfall anzuschauen den wir euch natürlich auch nicht vorenthalten wollen.



Auf der Fahrt zurück ins Hotel haben wir dann noch bei einer kleinen, frei zugänglichen Tropfsteinhöhle und einer "Natural Bridge" halt gemacht, die sich im Lauf der Zeit durch Erosion einerseits und durch Verbrauch an Nährstoffen durch die darauf wachsenden Pflanzen gebildet hat. Quasi ist das ein natürlicher Tunnel durch den Berg bzw. eine natürliche Brücke über das Wasser je nach dem wie man es sehen will.

 

Auf fast allen Straßen hier fallen immer wieder Hinweisschilder zum Verhalten auf der Straße auf. Meistens mit lustigen und einprägsamen Sprüchen. Das  sieht man ja auch bei uns immer wieder einmal aber nicht in der Häufigkeit. Mein Lieblingsspruch heute: "Andere Fahrer machen Fehler - fahr vorsichtig!"

Erkenntnisse von heute und weiteren ca. 570 km:

  1. Historic Places (auch braune Hinweisschilder wie Aussichtspunkte oder Sehenswürdigkeiten) muss man nicht zwingend sehen.
  2. In fast allen Restaurants bekommt man üblicherweise ohne zu Fragen eine Flasche Trinkwasser auf den Tisch gestellt.
  3. Tanken bei einer Tankstelle; 2 mal ums Eck; Tankstelle die gleich um 8-10 ct/l preisgünstiger ist; ärgern (funktioniert hier der Benzinpreis anders als bei uns?)
Etwas Statistik:
Gefahrene km bisher: 2.999 (ja: ausgerechnet)
Gesamt verbrauchter Benzin bisher: 192,4 l
Durchschnittsverbrauch von 6,41 l/100km
Durchschnittspreis von 2,061 NZ$/l (entspricht etwa 1,37 EUR/l).
Längste Etappe bisher am 06.12. mit 569 km
Kürzeste Etappe bisher am 02.12. mit 28 km


6.12.14 08:02, kommentieren

I never promised you a rose garden ... (05.12.)

Aufgewacht, beim Fenster rausgesehen: Nebel - moment - nein doch nicht: Scheibe angelaufen, Scheibe geputzt: Nebel - MIST

Ausserdem leichtes Nieseln und daher gleich mal auf zum New World (das Equivalent zum Rewe-Konzern mit Geschäftsgrößen zwischen dem größten Merkur und dem kleinsten Billa den man finden kann) Regenschirme kaufen. Dort raus und seitdem keinen Regentropfen mehr gesehen nur mehr geschlossene Wolkendecke. Eh klar ....

Durch die Innenstadt von Wellington ist man in ca. 35 min bei gemütlichem Gehtempo. Die Tourist Information hat sicher ein paar Tipps für das heutige Wetter parat, also dort gefragt und einen netten Mann getroffen der uns die Fahrt mit dem Cablecar und dann den Rückweg zu Fuß empfohlen hat.



Der Fußweg von der Bergstation hinunter führt an einem Observatorium mit Planetarium vorbei, durch den botanischen Garten, durch einen Kräutergarten zu einem liebevoll gestaltetem Rosengarten mit Unmengen an verschiedensten Rosen in allen möglichen Farben.



Der Weg weiter in die Stadt geht direkt durch einen alten Friedhof aus dem 18. und 19. Jahrhundert weiter zum Parlament. Direkt hinter dem Parlament findet sich der größte Holzbau Neuseelands, das "Old Governments Building" welches vollständig aus Holz gebaut ist und eine beindruckende Handwerksleistung darstellt.



Den späteren Nachmittag haben wir in der "Wellington Cathedral of St. Paul" begonnen - die neue große Kirche von Wellington - und in der "Old St. Pauls Cathedral" - einer netten kleinen Holzkirche - mit ca 1,5 Stunden HDR-Fotos ausklingen lassen. Im Hotel angekommen sehen wir gerade durch das Fenster die ersten Sonnenstrahlen des Tages.



Erkenntnisse von heute und ca. 15 km zu Fuß:

  1. Wanderschuhe sind auch innerstädtisch gut zu gebrauchen.
  2. In manchen Betten kann man sogar seekrank werden ohne ein Wasserbett zu haben oder auf einem Schiff zu sein.
  3. kein Regenschirm = Regen / Regenschirm = kein Regen



5.12.14 07:34, kommentieren

On the road again ... (04.12.)

Heute sind wir wieder früh aufgestanden. Lt. Planung geht es heute in die Hauptstadt. Leider hat mein Cousinchen heute abend und morgen keine Zeit also müssen wir Wellington wohl alleine unsicher machen.

Zum Frühstück hat es noch eine keine Extraunterhaltung in Form eines Feueralarms gegeben. Warum stellen die auch Toaster in die Zimmer wenn man dann beim Toasten gleich mal einen Alarm auslöst??

Gleich zu Beginn unserer Fahrt sind wir entlang des "Lake Taupo" gefahren. Der See ist echt gewaltig groß. Die Fläche beträgt ungefähr die 13,5-fache des Attersees.



Danach hatten wir einen wundervollen Ausblick auf den Mt. Ruhapeu und fuhren dann den State Highway 1 entlang nach Süden. Dieser Abschnitt des SH1 wird auch "Dessert Road" genannt und das obwohl weit und breit keine Wüste zu sehen ist.



Beim Fahren heute haben wir festgestellt, dass der Autoverkehr hier deutlich entspannter und friedlicher ist als in Ö. Kein drängeln, keine Lichthupe, LKW-Fahrer weichen bei Gelegenheit aus, Sicherheitsabstand wird eingehalten. So macht fahren durchaus Spaß.

Nach ca. 5 Stunden hatten wir dann den ersten Blick auf den Hafen von Wellington.



Erste Tätigkeit im Hotel war mal Wäsche waschen, damit wir auch morgen wieder auf die Straße können. Währenddessen hat es leider zu regen begonnen und so sind unsere ersten Erkundungen auf das Lesen von Broschüren, Karten und Infomaterial beschränkt.


Erkenntnisse von heute und weiteren 400 km:

  1. Hotelbetten gibt es in NZ durchaus akzeptabel, aber der Großteil der Betten hängt stärker durch als eine ausgeleierte Hängematte.
  2. Ein Verteilerstecker hat seine guten Seiten .. nämlich die mit 5 funktionierenden europäischen Steckdosen ;-)
  3. Klopapier hat hier in etwa die Reißfestigkeit zwischen Seidenpapier (wenn man Glück hat) und Watte (wenn man Pech hat).
  4. LG hat scheinbar einen Sponsorvertrag mit fast allen neuseeländischen Hotels. Fast alle haben LG Fernseher.
  5. Neuseeland hat ein Problem mit Mathematik. Für 2 Personen gibt es MAXIMAL 1 Nachtkastl.



4.12.14 07:30, kommentieren

Normal? Abnormal? Geothermal! ... (03.12.)

Heute hieß es zeitig aufstehen und raus aus Rotorua ab in Richtung Taupo. Auf dem Weg haben wir mehrere Zwischenstopps eingeplant und auch erfolgreich absolviert.

1. Halt: Orakei Korako
Liest sich in der Beschreibung weit aus weniger spannend und begeisternd als es real ist. Im Vergleich zu gestern, wo wie für 1 Geysier und 2 Schlammlöcher NZ$ 70,-- pP hätten bezahlen sollen, haben wir hier für einen 1,5 stündigen Rundwanderweg mit vielen Ausblicken und Einblicken in eine heiße Welt nur die Hälfte bezahlt und deutlich mehr bekommen.
 


Hier fließt heißes Wasser und auch heißer Schlamm zu hauf. Es dampft, sprudelt und blubbert aus jedem noch so kleinen Loch am Wegesrand.



2. Halt: Huka Falls Boat Cruises
Mit einem schönen roten Boot geht es den Fluss hinauf zu den Huka Falls. Einem großen Wasserfall bei dem pro Sekunde ca 40 m³ Wasser nach unten stürzen. Die Fahrt am Fluss verläuft abwechselungsreich dank der Erzählungen unseres Kapitäns der über die Gegend einiges zu berichten weiß. Das örtliche Geothermal-Kraftwerk war das erste und älteste und bringt mit ca 190 MW ca. 3,8% des gesammten Stomverbrauchs von Neuseeland.



3. Halt: Lava Glass
Auf dem Weg nach Taupo ist uns ein kleines Hinweisschild aufgefallen, das auf eine Glasbläserei aufmerksam gemacht hat. Also kurzer ungeplanter Stopp, hinein ins Geschäft und wow .... Glaskunst auf höchster Stufe. Diverse Lampen, Vasen, Fläschchen, Schüsseln, Deco-Elemente bis hin zu Christbaumkugeln in allen möglichen und unmöglichen Formen und Farben.



Trotzdem wir eigentlich keinen langen Stopp geplant haben, konnten wir uns von den Fertigkeiten dieser Menschen kaum losreißen und haben über 1,5 Stunden zugesehen wie Glas dort verarbeitet wird.

4. Halt: Taupo
Am Ziel unserer heutigen Tagesetappe angekommen staunten wir nicht schlecht über die Einfahrt zu unsrem Hotel, das wohl eher als Hotel-Ortschaft zu bezeichnen ist und unzählige Häuser und Wohnungen umfasst.

Vor dem Abendessen gab es noch einen kleinen Spaziergang am Ufer des "Lake Taupo" mit hervorragendem Blick auf "Mt. Ruhapeu" (2.790m), auf dem man Glettscherschifahren kann.



Erkenntnisse von heute und weiteren 150 km:

  1. Auch Navis können sich irren!
  2. Braune Hinweistafeln (Sehenswürdigkeiten) irren sich nie!
  3. Es gibt auch genießbaren Kaffee (d.h. nicht Löskaffee) auf dieser Insel.
  4. Öffentliche Toiletten gibt es hier sehr viele und alle sind extrem sauber und gepflegt.
  5. Hinweisschilder auf fast alles und jedes gibt es in allen möglichen Größen, Farben und Formen und hängen auf allem. Von Bäumen bis zu Verkehrsschildern.


3.12.14 06:32, kommentieren